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Axolotlhaltung


Auf dieser Seite erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um Axolotl erfolgreich in Ihrem Aquarium zu halten. Die folgenden Informationen sind eine Zusammenfassung der grundlegenden Haltungsbedingungen, die durch jahrelange Erfahrungen verschiedener Halter und Züchter entstanden sind. Diese Seite wird immer wieder aktualisiert, wenn es wichtige neue Erkenntnisse zur Haltung gibt.

Axolotl (Ambystoma mexicanum)
Allgemein: Axolotl sind Querzahnmolche, die ausschließlich in Mexico vorkommen. Sie entwickeln sich aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion nicht zu Landlebewesen und verbringen im Gegensatz zu heimischen Molcharten ihr gesamtes Leben im Wasser. Der Axolotl eignet sich daher ausgezeichnet zur Haltung im Aquarium oder im Gartenteich. Sie können über 15(!) Jahre alt werden. Die Geschlechtsreife erreichen sie im Alter von etwa einem bis anderthalb Jahren. Erst dann kann man auch die Geschlechter unterscheiden.
Axolotl sind in ihrer natürlichen Heimat, dem Xochimilco See bei Mexico City, vom Aussterben bedroht. Glücklicherweise lassen sich die Tiere auch in Gefangenschaft leicht nachzüchten, wobei die Aufzucht der Jungtiere aber recht zeitaufwändig ist.
Axolotl unterliegen dem Anhang B der EU-Artenschutzverordnung (EG 338/97), daher ist die Ein- und Ausfuhr der Tiere in die EU genehmigungspflichtig. Laut der Bundesartenschutzverordnung sind sie jedoch ausdrücklich von der Meldepflicht ausgenommen.
Temperaturbereich: 12°C - 23°C. Geringfügig höhere oder niedrigere Temperaturen werden über kurze Zeit verkraftet. Gerade wärmere Temperaturen setzen die Tiere aber unter Streß und machen sie anfälliger für Krankheiten.
Wasserwerte: Der Axolotl ist in Bezug auf die Wasserwerte nicht besonders anspruchsvoll. Das Wasser sollte jedoch relativ hart sein, dies ist förderlich für die Bildung der Schleimhaut. Die für Fische empfohlenen Wasseraufbereiter (oder sonstige Chemie, z.B. (Eisen-)Dünger, Starterbakterien oder Fischmedikamente) dürfen nicht verwendet werden, da sie Stoffe enthalten, die für Axolotl schädlich sind. Sie können bei den Tieren zu Leber- und Nierenschäden führen, die oft tödlich enden.
Beckengröße/-einrichtung: Der Axolotl erreicht eine Größe von etwa 30 cm (und mehr). Daher muß die Becken-Grundfläche mindestens 80cm x 35cm betragen. In solch einem Becken kann man dann aber 3 Axolotl unterbringen (grober Richtwert: pro Axolotl ca. 1.000cm2 Grundfläche). Die Beckenhöhe ist für die Tiere weniger interessant, da sie sich überwiegend auf dem Boden aufhalten. Allerdings führt ein möglichst großes Wasservolumen zu stabileren Wasserwerten. Eine Heizung ist nicht erforderlich. Das Licht darf nicht zu hell sein (notfalls mit Schwimmpflanzen dämmen). Mehrere Verstecke sollten vorhanden sein, damit sich die Tiere auch mal zurückziehen können. Bodengrund ist nicht unbedingt notwendig, sollte aber auf keinen Fall scharfkantig sein, da er beim Saugschnappen des Axolotl mit dem Futter verschluckt wird. Optimal sind Sand oder Kies bis maximal 5mm Korngröße (bei adulten Tieren, bei juvenilen Tieren bis 3mm). Bei größerer Körnung besteht Verstopfungsgefahr.
Der Axolotl kann bei entsprechenden Wassertemperaturen auch im Teich gehalten werden. Dieser ist dann reiher- und katzensicher abzudecken, um Verluste oder gar Arteneinschleppung von Axolotln in deutsche Gewässer zu verhindern. Wenn sich im Teich bereits heimische Amphibien angesiedelt haben (oder die Möglichkeit besteht), sollte auf die Teichhaltung verzichtet werden. Alle heimischen Amphibien stehen unter Naturschutz und (zumindest die Jungtiere) werden von den Axolotln gefressen. Amphibienlarven sondern auch Stoffe ab, die bei Axolotln die Metamorphose auslösen können, welche nicht ungefährlich ist.
Vergesellschaftung: Axolotl sind nichts für ein Gesellschaftsbecken! Als Lauerjäger versuchen sie alles zu fressen, was sich bewegt. Die Größe des Opfers spielt erst nach dem Zuschnappen eine Rolle. Bei zu großen Fischen kann es daher vorkommen, daß dem Axolotl mal einer im Hals steckenbleibt und sowohl Fisch als auch Axolotl sterben, wenn es nicht rechtzeitig bemerkt wird. Andererseits sind für viele Fische die wedelnden, feinen Außenkiemen des Molches ein reizvolles Futter. Auch Tiere, die von Zoofachverkäufern als friedliche Gesellschaftsbeckenbewohner empfohlen werden, können für Axolotl gefährlich sein. Wir hören leider immer wieder Geschichten von an sich harmlosen Saugwelsen, die Axolotln so zugesetzt haben, daß der Molch eingegangen ist. Ebenfalls nicht geeignet sind Krebse.
Aus Sicht des Axolotl problemlos zu vergesellschaften sind: andere Axolotl, Guppys, Kardinalfische und Schnecken (z.B. Apfel-, Posthorn- und Spitzschlammschnecken). Die Fische (und auch die Schnecken, wenn sie noch nicht groß genug sind) sollte man aber von vorneherein als Lebendfutter ansehen.
Das Einbringen von scherenlosen Garnelen in das Axolotlbecken ist wohl ebenfalls möglich, jedoch dürften die Überlebenschancen der Garnelen noch um einiges geringer sein als die von Fischen. Daher kann man von "Vergesellschaftung" kaum sprechen.
Futter: Am einfachsten ist die Fütterung mit Lachszuchtpellets ("Axolotlpellets"). Zur Abwechslung sollte aber hin und wieder auch Lebendfutter (Fische (s.o.), Regenwürmer, Keller- oder Wasserasseln, Bachflohkrebse) gefüttert werden. Zum Aufpäppeln von kranken Tieren kann ausnahmsweise auch kleingeschnittene Hühnerleber verfüttert werden. Zur Jungtieraufzucht bieten sich Artemien, Wasserflöhe und Frostfutter (rote Mückenlarven) an. Weniger geeignet sind Mehlwürmer, die meist nicht richtig verdaut werden und bei häufiger Fütterung zu Verstopfung führen können.
Das Futter muß zu Boden sinken, da der Axolotl hauptsächlich dort nach Futter sucht. Es kann aber auch von Hand oder mit der Futterpinzette gefüttert werden. Für Axolotl ab 15 cm Länge ist eine Fütterung alle 2 - 3 Tage ausreichend.
Informationen über Axolotl auf www.ag-urodela.de
Haltungsbeschreibung als PDF-Datei zum Herunterladen