www.axolotlkolonie.de - Arterhaltung durch Zucht

Counter
Besucher (seit dem 28.12.05)


Allgemeines
(Letzte Änderung: 15.02.2010)

Haltung der Tiere
(Letzte Änderung: 15.08.2007)

Bilder
(Letzte Änderung: 26.08.2005)


Zum Forum
von www.axolotl-online.de


Kontakt / Impressum


Zurück zu Axolotlkolonie.de




Axolotlkolonie Weiterstadt

Haltung der Tiere

Haftungshinweis:
Die folgenden Angaben beruhen auf eigenen Erfahrungen und verschiedenen Quellen im Internet. Ich übernehme keine Haftung für eventuelle Schäden, die sich durch das Befolgen dieser Angaben ergeben.
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind aussschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Guppys    Triops    Apfelschnecken    Spitzschlammschnecken    Wasserflöhe

Axolotl (Ambystoma mexicanum)
Haltungsbedingungen für Axolotl finden Sie jetzt unter http://www.axolotlkolonie.de/axolotlhaltung.htm.

Guppys (Poecilia reticulata)
Temperaturbereich: 18°C - 28°C. Guppys können bei entsprechenden Wassertemperaturen im Teich gehalten werden. Hochzuchtguppys sind empfindlicher bezüglich der Wassertemperatur und sollten im höheren Temperaturbereich gehalten werden.
Wasserwerte: pH-Wert: 7 - 8,5
Gesamthärte: 10 - 30° dH
Beckengröße/-einrichtung: Guppys können in Becken ab 60 cm Kantenlänge gehalten werden. Das Becken sollte gut bepflanzt sein, den Tieren muß jedoch im oberen Wasserbereich genügend freier Schwimmraum zur Verfügung stehen.
Vergesellschaftung: Nicht mit Kampffischen, da die Flossen der Guppy-Männchen von diesen angefressen werden. Ansonsten ist der Guppy ein sehr friedlicher Fisch, der mit vielen Tieren vergesellschaftet werden kann. Guppybabys fallen aber leicht Fressfeinden (auch anderen Guppys) zum Opfer und benötigen ausreichende Versteckmöglichkeiten. Sollen Männchen und Weibchen gemeinsam gehalten werden, muß man darauf achten, daß man mindestens doppelt soviele Weibchen wie Männchen im Becken hat, denn die Männchen sind "allzeit bereit" und belästigen die Weibchen andauernd (es sei denn, es gibt gerade Futter). Sind zuwenig Weibchen vorhanden, sind sie durch die permanenten Belästigungen so gestresst, daß sie krank werden oder sogar eingehen können.
Futter: Flockenfutter, Frostfutter, Futtertabletten, Wasserflöhe

Triops (europäisch, Triops cancriformis)
Allgemein: Der europäische Triops gehört zur ältesten noch lebenden Tierart, die der Wissenschaft bekannt ist. Er lebt in kleinen, trockenfallenden Tümpeln und schlüpft wie die hauptsächlich als Urzeitkrebse bekannten Salinenkrebse (Artemia salina) aus Dauereiern, die mehrere Jahre in getrockneter Form überdauern können. Im Gegensatz zu den Artemien entwickelt sich eine neue Triops-Generation aber erst, nachdem das letzte Alttier gestorben ist, da Triops die nachschlüpfenden Jungtiere fressen. Triops werden nur etwa drei Monate alt und legen in dieser Zeit ungefähr 2.000 Eier, die sie im Regelfall selbst befruchten. Triops sind auch in Deutschland heimisch und stehen unter Naturschutz.
Temperaturbereich: 20°C - 25°C. Die Dauereier überstehen problemlos Minustemperaturen, eine Frostphase soll sogar die Schlupfrate erhöhen.
Wasserwerte: Meine Zucht läuft sehr gut mit gefiltertem Regenwasser (pH: 6,4; GH: < 3°).
Beckengröße/-einrichtung: Die Zucht kann in kleinen Behältern mit 12 Litern Inhalt erfolgen, aber auch in größeren Becken. Einzige Voraussetzung ist feiner Sand als Bodengrund, in den die Triops ihre Eier ablegen können. Der Bodengrund sollte mindestens 2 cm hoch sein, da Triops gerne graben.
Ich betreibe meine Zucht erfolgreich in einem leicht veralgten 12-Liter-Becken ohne Technik, zusammen mit Wasserflöhen und Posthornschnecken.
Vergesellschaftung: Wasserflöhe, Posthorn- oder Blasenschnecken. (Wasserflöhe dienen als Futterquelle.)
Futter: Algen, Wasserflöhe, Staubfutter

Apfelschnecken (Ampullaria)
Temperaturbereich: 20°C - 28°C. Eine erfolgreiche Vermehrung der Schnecken hat in meinen Becken nur im unteren Temperaturbereich stattgefunden.
Wasserwerte: Apfelschnecken sind etwas empfindlich. Ein neutraler pH-Wert von 7 - 7,5 und eine Gesamthärte von über 7° dH sind optimal.
Beckengröße/-einrichtung: Apfelschnecken können schon in kleinen Becken gehalten werden. Eine Beckenabdeckung ist empfehlenswert, da die Schnecken ihre Eier nur außerhalb des Wassers ablegen und auf der Suche nach einem Ablageplatz aus dem Becken fallen können. Es muß darauf geachtet werden, daß ausreichend Luftraum zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung vorhanden ist, damit sie ihre Eier ablegen können.
Vergesellschaftung: Nicht mit Fischen, die an den empfindlichen Fühlern der Schnecke häufig herumknabbern (z.B. Sumatrabarben). Sonst problemlos.
Futter: Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter, Salat, Gurken...

Spitzschlammschnecken (Galba palustris?)
Allgemein: Spitzschlammschnecken vermehren sich sehr stark (angeblich sogar ohne Partner!) und stehen im Ruf, auch Aquarienpflanzen nicht zu verschonen. Bei ausreichender Fütterung und Populationskontrolle schätze ich die Gefahr für die Pflanzen jedoch als gering ein. Es mag aber durchaus Pflanzen geben, die die Schnecken noch lieber als Futtertabletten fressen! Die Tiere sind gute "Staubsauger" im Aufzuchtbecken und vernichten auch Algenbeläge, nicht aber Fadenalgen.
Temperaturbereich: 0°C - 30°C.
Wasserwerte: Unbekannt. Leitungswasser, Aquarienwasser und Regenwasser kann verwendet werden.
Beckengröße/-einrichtung: Spitzschlammschnecken können wie Apfelschnecken in kleinen Behältnissen gehalten werden. Bei Futtermangel verlassen sie jedoch auch das Becken, wenn es nicht abgedeckt ist. Eine ganzjährige Haltung im Gartenteich ist möglich, wenn der Teich mindestens 80 cm tief ist.
An die Beckeneinrichtung werden keine besonderen Anforderungen gestellt.
Vergesellschaftung: Problemlos. Angeblich soll die Schnecke auch räuberisch agieren, ich konnte dieses Verhalten aber bisher nicht beobachten.
Futter: Futtertabletten, Flockenfutter, Frostfutter, Salat, Gurken, Aas...

Wasserflöhe (Daphnia magna)
Temperaturbereich: 0°C - 30°C. Die optimale Vermehrungstemperatur liegt bei 20 - 25°C.
Wasserwerte: Unbekannt. Leitungswasser, Aquarienwasser und Regenwasser kann verwendet werden. Wasserflöhe werden auch als "Wassertester" eingesetzt. Stirbt die Zucht plötzlich aus, stimmt etwas mit den Wasserwerten nicht.
Beckengröße/-einrichtung: Wasserflöhe können notfalls eine zeitlang in kleinsten Behältnissen (z.B. 1-Liter-Einmachglas) gehalten werden. Für eine ausreichende Vermehrung der Flöhe zur Verfütterung an Fische oder Axolotl muß das Behältnis jedoch größer sein. Vom 10-Liter-Eimer bis zur alten Badewanne im Garten ist alles möglich. Es muß nur genügend Licht in den Behälter fallen, sonst vermehren sich die Flöhe nicht. Pflanzen dürfen nicht in dem Behälter sein, da sich die Flöhe unter anderem von (Schweb-)Algen ernähren und Wasserpflanzen den Algen die Nährstoffe entziehen. Zur Bildung von Zoo- und Phytoplankton kann man getrocknete Blätter dazugeben.
Vergesellschaftung: Zur Zucht empfehlen sich Spitzschlammschnecken, Posthornschnecken oder Blasenschnecken. Andere Schnecken sind unter Umständen zu empfindlich, besonders bei der Fütterung mit Hefe.
Futter: Grünalgen, Zooplankton, Bäckerhefe. Ich empfehle, viele Posthornschnecken einzusetzen und diese hin und wieder mit Futtertabletten zu füttern. Die Wasserflöhe ernähren sich von den Schneckenausscheidungen. Die Flöhe vermehren sich dann zwar nicht so stark wie bei der direkten Flohfütterung mit Hefe, aber dafür sollen die Flöhe einen höheren Nährwert haben (der sowieso schon recht gering ist). Außerdem wird das Wasser weit weniger belastet, was gerade in kleinen Behältnissen wichtig ist, da hier das Wasser schnell umkippt und die ganze Flohpopulation vernichtet wird. Auch sollen mit Hefe gefütterte Flöhe schon zu Verdauungsproblemen bei jungen Axolotln geführt haben, an denen die Junglotl sogar verendet sind.